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Weltspartrauertag

Jetzt weiß ich endlich, weshalb der Weltspartag direkt vor Allerheiligen stattfindet…eigentlich müßte man den Sparern heute statt kleinen Geschenken ein Trauergesteck samt Kondolenzschreiben übergeben – das Gesteck könnten sie gleich tags darauf am Friedhof weiterverwenden.
Die Sparbücher Österreichs tragen heute schwarz. „Die Presse“ schreibt gar über den „Tag des traurigen Sparschweins“.

Der heutige Sparzinsenvergleich berichtet uns, daß die höchsten Sparzinsen heute bei der Deniz-Bank bei 1,55% stehen, die niedrigsten hingegen belaufen sich bei der Bawag auf 0,062 %. Der Stand der Inflationsrate steht seit Monaten zwischen 2,1 und 2,8 %…tatsächlich ein Anlaß die Tränendrüse zu aktivieren.

Heute war in der Mittags-Zeit-im-Bild am ORF2 ein äußerst peinlich berührter Spar-Fachmann zu Gast;  siehe „Studiogast: Bernd Lausecker“: http://tvthek.orf.at/programs/71280-ZIB-13
Sein Fazit war, daß es eigentlich ohnehin nur Sinn macht zu sparen, wenn man bereits sehr viel Geld angespart hat und damit um bessere Konditionen verhandeln kann. Na super, dann brauche ich das Sparschweinderl meiner Tochter erst gar nicht zur Bank tragen, auch, wenns randvoll ist mit Kleingeld…aber als „sehr viel Angespartes“ kann man es leider nicht bezeichnen 🙁

Es ist traurig, wenn das Sparen nur mehr für bereits Wohlhabende Sinn macht, nicht aber für Leute mit schwachbrüstiger Geldbörse…in diesem Sinne habe ich mein Geld heute nicht zur Bank, sondern in den Handel getragen, damit wenigstens das Bruttosozialprodukt was davon hat.

Eure Irene


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