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Eine Flut an Arbeitsplätzen…

…versprechen uns die Politiker.

Nachdem Obama das transatlantische Freihandelsabkommen (TAFTA), das derzeit zwischen den USA und der EU ausgehandelt wird, promoten möchte, verspricht er 2 Millionen an neuen Jobs in den teilnehmenden Staaten. Allerdings sind diese Jobs nicht wirklich „neu“ – die USA verlagern nur Jobs, die sie anderen bereits vor Jahren zugesagt und durch Freihandelszonen ermöglicht haben..
Wenn TAFTA zustande kommt, dann werden nämlich in Mexiko und Kanada, den bisherigen Freihandelspartnern der USA, aufgrund von Exportrückgängen genau diese Jobs verloren gehen.

Am meisten ärgere ich mich derzeit über unseren Vizekanzler Michael Spindelegger, der den Österreichern 419.000 neue Jobs zusagt (im Vergleich also knapp ein Fünftel von der Anzahl, die Obama den USA und der EU verspricht).
Österreich hatte im Jahr 2012 eine Arbeitslosenrate 4,9%, also von ca. 260.000 Personen. Die südlichen und südöstlichen  EU-Staaten, die mitunter zweistellige Arbeitslosenraten notieren, die werden sich natürlich freuen, wenn Spindelegger aus Österreich ein Arbeitseldorado macht. Leider wird es dazu nicht kommen.

Fakt ist, daß es angesichts der großen Firmenpleiten in Österreichs Gegenwart und der derzeitigen Entwicklungen der Weltwirtschaft (zunehmende Verlagerung der Produktion und der Märkte nach Asien, v.a. China) gar nicht möglich ist, soviele neue Jobs zu generieren, außer man würde die Löhne steigern und die Wochenarbeitszeit drastisch reduzieren.
Ich persönlich halte Spindeleggers Versprechen insofern für absoluten Humbug und ich finde es bedenklich, daß inzwischen auch die Grünen in Spindeleggers Fahrwasser fahren und 100.000 neue Jobs bis zum Jahr 2020 versprechen, die sie nicht garantieren können.

Autorin: Irene Labner


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